Die Theaterplatz 5 Geschichte

Eigentlich wollte er ja nur tapezieren und grob durchpinseln. "Das Parkett geht noch - da müssen wir nix machen ..."
Ehrlich gesagt, hat mir diese Aussage etwas Angst gemacht, da mir schon bei der Erstbegehung klar war, was da auf uns zu kommt. Aber spätestens als der Minibagger im Innenbereich begann, großzügig die Tapezierarbeiten vorzubereiten, war auch "UES" klar, dass das was Größeres wird.
Die Strategie des Projektleiters, erst alles zu planen, ehe es vor Ort los geht, fand nicht überall Zustimmung. Immer wieder wurden Fertigstellungstermine in den Raum geworfen und täglich mehrmals angefragt, wann es denn nun endlich los gehe. Ganz nebenbei war noch zu bedenken, dass der Theaterplatz an sich nicht begehbar war. Auch daher war an einen Baubeginn nicht zu denken. Und so rückte der Eröffnungstermin näher und auf der Baustelle war Ruhe...
Nachdem die beteiligten Firmen gefunden waren, wurde eine Besprechung einberufen, in der ein Terminplan präsentiert wurde, der allseitig nur mit Kopfschütteln registriert wurde. Im Nachhinein war zu hören, dass die Beteiligten bereits damals untereinander Ausreden für die Überschreitung des Planes abgesprochen hatten.
Aber dann gehts los: Hinterhaus wird abgebrochen, Haupthaus wird im EG entkernt und ausgebaggert. Mulden - viele viele Mulden Schutt. Als das erste Fundament gegossen wird, reden alle von "Jetzt geht ́s aufwärts" - nicht ahnend, dass Axel noch ein bisher nicht veröffentlichtes Projekt hat: Hilfsabstützungen einbauen ! In Coburg gibt es kurzzeitig Mangel an Bauholz, da alles im EG bei uns verbaut wurde.
Nach der lang ersehnten Bodenplatten-Feier ging es dann Schlag auf Schlag: minutiös eingetaktet, unterstützt von vielen schnellen Entscheidungen auf der Baustelle und mit vollem Einsatz aller Handwerker, von denen teilweise rund 35 gleichzeitig vor Ort waren, wird der von keinem Menschen als real angesehene Eröffnungstermin des Cafe Feiler im EG eingehalten.
Mit diesem Büchlein soll den Beteiligten geholfen werden, eine aufregend schöne Zeit in Erinnerung zu behalten. Dank natürlich an den Bauherren, der - ständig den Photo schussbereit - für reichlich Bildmaterial gesorgt hat und (meist) Nerven bewahrt hat.
Ich wünsche nun allen, die mit dem im neuen Glanz erstrahlten Haus zu tun haben, viel viel Freude im Theaterplatz 5 ! 

Johannes Göbell, Bauleiter


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